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| BIOGRAFIE DER FAMILIE GRÜNEBAUM (Verlegung der Stolpersteine am 9. November 2010) | |
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Hauptstraße 1 a Hattersheim HIER WOHNTE ARTHUR GRÜNEBAUM JG.1898 FLUCHT 1938 USA ÜBERLEBT HIER WOHNTE HEDWIG GRÜNEBAUM GEB. BLUM JG.1903 FLUCHT 1938 USA ÜBERLEBT HIER WOHNTE HANS JOACHIM GRÜNEBAUM JG.1932 FLUCHT 1938 USA ÜBERLEBT |
Arthur Grünebaum (geb. 1.9.1898) war der jüngste der zwei Söhne Theodor und Mina Grünebaums. Er wurde wie sein Bruder Hermann Heinrich in Wallau geboren und kam mit 7 Jahren nach Hattersheim als die Eltern in der Staufenstraße 16 ein Haus kauften. Er verlebte seine Kindheit und Jugend dort bis er im Februar 1930 nach Schotten zog, um seine Verlobte Hedwig Blum in deren Heimatort zu heiraten. Ihr Sohn Hans Joachim (geb. 26.3.1932) kam ebenfalls in Schotten zur Welt. Im August 1934 zog die kleine Familie zurück in die Nähe der Eltern. In der Bahnhofstraße wohnten die drei noch vier Jahre bis ihnen am 27. September 1938 die Ausreise in die USA gelang. Arthur und Hedwig Grünebaum müssen die Auswanderung schon länger betrieben haben, denn die Wartelisten für Visa für die USA waren lang, so dass es oft Jahre dauerte bis die ersehnte Einreisegenehmigung endlich vorlag. Sie zogen nach Toms River in New Jersey und bauten sich als Betreiber einer Hühnerfarm eine neue Existenz auf. Sie änderten ihren Familiennamen in Greenbaum und aus Hans Joachim wurde Harry. Die Nachrichten über die Ereignisse in Deutschland, die Ausschreitungen der Pogromnacht im November 1938, die Verhaftung des Bruder Hermann Heinrich und die ausweglose Situation der Eltern müssen sie mit großer Sorge erfüllt haben. Doch angesichts der immer restriktiveren Einreisebestimmungen der USA war es ihnen nicht möglich ihren Angehörigen bei der Flucht zu helfen. Erst 1950 konnte der ältere Bruder Hermann Heinrich von England in die USA auswandern und sich in der Nähe von Arthur und seiner Familie niederlassen. |
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