Am 16. Juni fand die Preisverleihung „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2010“ im Hessensaal des Alten Posthofs statt.
Zum zehnten Mal hatte der Magistrat der Stadt Hatters-heim am Main den Förderpreis ausgeschrieben. Dreizehn Unternehmen hatten sich in diesem Jahr beteiligt. Eine fachkundige Jury - bestehend aus Vertreter/innen von Institutionen der Rhein-Main-Region, die sich mit der beruflichen Ausbildung junger Menschen befassen bewertete unter dem Vorsitz von Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Maeder die Ausbildungsanstrengungen der einzelnen Betriebe. Anhand vielfältiger Kriterien würden unter vielen guten Ausbildungsbetrieben die Unternehmen ausgewählt, die sich in besonderer Weise um ihre Auszubildenden bemühen.
Den 1. Preis (dotiert mit 1.000 Euro) erhielten in diesem Jahr die Glas- und Holzwerkstätten Heribert Staudt. Ein moderner Schreinereibetrieb mit Tradition. In der Begründung der Jury hießt es u. a.: Der Betrieb bildet seit langem erfolgreich und mit großen Bemühungen um die Auszubildenden aus. Ihr Resümee: „Ausbildung mit Leidenschaft!“
Der 2. Preis (dotiert mit 750 Euro) ging an das Autohaus Flebbe GmbH. Die Firma wird bereits zum dritten Mal ausgezeichnet (2008: 3. Preis und 2006: 2. Preis). Das Unternehmen bildet in vier handwerklichen und kauf-männischen Berufen engagiert und kontinuierlich aus.
Der Pflegedienst Ute Bayer erhielt einen 3. Preis (dotiert mit 500 Euro). Hervorgehoben wurde von der Jury die Bereitschaft, ältere Personen mit Familienpflichten auszubilden und sie anschließend in dem Unternehmen weiterzubeschäftigen.
In diesem Jahr gab es eine zusätzliche Würdigung für die Wohnsitzloseneinrichtung der Caritas „Haus St. Martin am Autoberg“. Zwar sei die Einrichtung nicht ohne weiteres mit anderen Unternehmen, die sich in der freien Wirtschaft behaupten müssen, vergleichbar, aber die Bemühungen um Auszubildende mit besonders schwierigem persönlichem Hintergrund wären vorbildlich, urteilte die Jury.
In einer Ansprache zu Beginn der Preisverleihung schilderte Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin der IHK Frankfurt und verantwortlich für die Abteilung Aus- und Weiterbildung, die Veränderungen, die sich in den letzten Jahren auf dem Ausbildungsmarkt ergeben haben. Noch vor zehn Jahren war ein großer Mangel an Ausbildungsplätzen das Problem, heute dagegen bemühten sich viele Unternehmen vergeblich darum, ihre Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerber(inne)n zu besetzen. Angesichts der demografischen Entwicklung wird der Fachkräftemangel, der bereits jetzt vielfach spürbar ist, weiter um sich greifen. Nach wie vor sei aber auch die Aufgabe zu bewältigen, bestimmten Gruppen von Jugendlichen mit einer qualifizierten Ausbildung den Start ins Berufsleben ermöglichen.
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