Lärmobergrenze – Ein Risiko für Eddersheim?

Die Lärmobergrenze wird für Hattersheim so gut wie keine positiven Auswirkungen haben, genauso wie die eingeführten Lärmpausen. Im Gegenteil: Das Risiko, dass es lauter werden könnte, steigt.

Hattersheims Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler erläutert: „Fakt ist, dass im Südwesten von Eddersheim bereits heute die real gemessenen Werte höher sind als die Berechnungen zur Planfeststellung. Die Festlegung der Lärmobergrenze „glättet“ die Istwerte in Eddersheim. Das eigentliche Risiko für Eddersheim ist im Maßstab, der den Vereinbarungen zugrunde liegt, zu suchen. Als Maßstab dient die flächen-mäßige Berechnung der hoch- und höchst belasteten Gebiete. Da Eddersheim bei startenden Flugzeugen in geringer Höhe überflogen wird, sind das Schallereignisse mit extremer Belastung für die Betroffenen. Gleichzeitig ist die flächenmäßige Größe des Schallteppichs gering.“

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir möchte die Flugrouten nicht in Stein gemeißelt sehen. Gegen eine flexible Handhabung ist sicher nichts einzuwenden. Führt das jedoch dazu, dass Siedlungen zu Gunsten „grüner Wiesen“ belastet werden (große Flächen) und steht so diametral gegenüber der bisherigen Betrachtung, möglichst wenig Menschen dem Fluglärm auszusetzen.

Die aktuelle Pressemitteilung der Kommission zur Abwehr des Fluglärms, Frankfurt gibt es hier.