Kinder-, Schüler- und Jugendparlament

Die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Maeder hatte die Idee zur parlamentarischen Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Ein Modellversuch wurde im Jahr 1995 initiiert. Im Schuljahr 1996/97 wurde die erste Sitzung des Kinderparlaments durchgeführt. Seit dem finden regelmäßig Sitzungen unter der Schirmherrschaft der jetzigen Stadträtin Silvia Maeder statt.

Kinderparlamente wurden mit dem Ziel eingerichtet, sich bereits im Grundschulalter für eine kommunale Sache einzusetzen, um aktiv Einfluss auf die Stadtpolitik nehmen zu können.

I. Stufe - Kinderparlamente

Kinderparlamente gibt es für jeden Stadtteil. Schüler der 4. Klassen sollen spielerisch an demokratische Regeln herangeführt und mit kommunalen Themen, die speziell die Kinder betreffen, vertraut gemacht werden. Sie können Erfahrungen sammeln über das Durchsetzen von Ideen aber auch die Grenzen des Machbaren kennen lernen.

Jedes Kinderparlament tagt zwei bis drei Mal jährlich. Anträge werden von den Schülern mit Hilfestellung der Lehrer formuliert. Jedem Kinderparlament steht ein Budget von 900 Euro jährlich zur Verfügung. Hierüber können die Kinder im Parlament selbst entscheiden.

II. Stufe – Schülerparlament

Im Schülerparlament (seit 1998) sollen die gemachten Erfahrungen aus dem Kinderparlament fortgeführt und umgesetzt werden mit dem Ziel, mehr Selbstständigkeit in der Handlungsweise zu erfahren.

Im Schülerparlament I sind Kinder der 5. und 6. Klassen, im Schülerparlament II Kinder der 7. und 8. Klassen. Es werden jedes Jahr 12 neue Schüler(innen) für drei Jahre gewählt. Beiden Schülerparlamenten stehen jährlich jeweils 1.125 Euro zur Verfügung. Hierüber entscheiden die Kinder im Parlament selbst.

III. Stufe – Jugendparlament

Das Jugendparlament soll eigenständig in der Kommunalpolitik mitarbeiten. Auf Initiative der ehemaligen Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Maeder wurde dem Jugendparlament Rederecht in den Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung eingeräumt.

Im Jugendparlament (seit 2000) befinden sich Hattersheimer Jugendliche ab der 8. Klasse bis zur Volljährigkeit. Die Antragsformulierung erfolgt eigenständig. Dem Jugendparlament stehen 2.250 Euro jährlich zur Verfügung. Hierüber können die Jugendlichen im Parlament selbst entscheiden.