Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat das Innovationsquartier in Hattersheim besucht

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat das Innovationsquartier in Hattersheim besucht

Im Rahmen ihrer Sommerreise hat die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung Frau Prof. Dr. Sinemus am 8. August das neue Innovationsquartier in Hattersheim am Main besucht. Der Bebauungsplan 115 „Innovationsquartier Schulstraße/Lindenstraße“ der Stadt Hattersheim am Main hat der Umgestaltung des ehemaligen Geländes der Kartenfabrik „Gute Karte Horn“ den Weg geebnet. Auf dem Areal werden künftig neue und smarte Gewerbeansiedlungen sowie innovatives und nachhaltiges Wohnen einen Platz finden. Mehrere Einrichtungen des Varisona-Gesundheitsverbundes, unter anderem ein medizinisches Zentrum für Menschen mit Behinderung (MZEB), sind bereits auf das Gelände gezogen.

Zum Besuch der Ministerin stellte die Frankfurt Invest GmbH, seit 2018 Eigentümer des Areals, das Konzept für die Quartiersentwicklung vor. Neben innovativem Wohnen und Arbeiten, planen die beiden Gesellschafter Joannis Mitcas und Johannes Manakas gemeinsam mit dem Architekten Emmanuel Homann (Homann Architects - Homann GmbH), ein neues Innovationsgebäude direkt an den Gleisen zu errichten, welches einen Ausblick in die künftigen Möglichkeiten des integrierten Stadtlebens geben wird.

Als Partner der Frankfurt Invest GmbH, erläuterte die Krieger + Schramm FrankfurtRheinMain GmbH & Co. KG ihre Pläne für ein ganzheitliches neues Wohnquartier auf dem Gelände in der Schulstraße. Die Planungen für die insgesamt 99 neuen Wohneinheiten und 5 Eigenheime zeichnen sich durch ein modernes Verkehrskonzept mit einer Tiefgarage für ca. 104 PKWs, ca. 250 Fahrradstellplätzen sowie Stellplätzen für CarSharing aus. Mit Photovoltaik auf allen Gebäudedächern wird Strom für Wärme und Warmwasser, Elektromobilität und Mieterstrom erzeugt werden. Durch den Verzicht auf fossile Energieträger werden auch die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner in den Nebenkosten entlastet. Auf dem mittleren Dach entsteht zusätzlich ein Bereich für „Urban Gardening“ zur Selbstversorgung. Zudem werden die Gebäude mit innovativer Smart Home Technologie ausgestattet. Maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Durchführung des Bebauungsplanverfahrens hatten auch die blfp Architekten aus Friedberg.

Das Unternehmen GMS Global Media Services GmbH (https://www.gms-mediaservices.de/), als System-Integrator auf die Bereiche Smart Building und Medientechnik spezialisiert, wird im Innovationsquartier ein neues zu Hause finden. Dafür wird ein neuer Hauptsitz errichtet, der als Show Case für die Gestaltung einer modernen Büro- und Arbeitswelt dienen soll. Dazu ging das Unternehmen auf die Herausforderungen der Nachhaltigkeit, optimalen Flächennutzung und „Workspace Experience“ ein und stellte entsprechende Technologie-Konzepte zur Umsetzung vor. Geplant wird das Gebäude vom renommierten Architekturbüro „Schneider + Schumacher“ aus Frankfurt am Main.

Auch der 2019 gegründete Taunus Innovation Campus e.V. (TIC) stellte sich der Ministerin bei ihrem Besuch des Innovationsquartiers vor. Ziel des Vereins ist es, die digitale Zukunft der Metropolregion FrankfurtRheinMain aktiv zu gestalten. Unter dem Motto „Innovationen Made in Hessen“ hat der Verein mit seinen Mitgliedern, die teilweise auch auf dem Areal des Innovationsquartiers zu Hause sein werden, bereits viel bewegt. So ist Hattersheim am Main eine der ersten Kommunen, die flächendeckend auf dem gesamten Stadtgebiet ein vom TIC betriebenes LoRaWAN anbieten kann. Hier werden jetzt die ersten Use Cases mit regionalen Unternehmern umgesetzt. Der TIC gestaltet aktiv das Stadtleben - in diesem Jahr ist noch die Eröffnung des ersten CoWorking Spaces in einer alten Bankfiliale geplant.

Hattersheims Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender des TIC, Klaus Schindling, ist sich sicher: „Digitalisierung und Smart City lassen sich nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich gestalten. Das war auch beim 1. Smart City Kongress hier in Hattersheim im Juni mit weit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unser Anspruch. Ich bin stolz darauf, dass wir mit dem Innovationsquartier in Hattersheim eine Vorreiterrolle einnehmen und neue Standards für ganzheitliches Wohnen und innovatives Arbeiten setzen können.“

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus: „Die digitale Zukunft Hessens muss aktiv gestaltet werden. Einrichtungen wie der Taunus Innovation Campus sind dabei wichtige regionale Fixpunkte, die durch Vernetzung, Know-how-Transfer und konkrete Unterstützungsangebote neue Kooperationen ermöglichen und Innovationsprozesse beschleunigen. Kommunen und Regionen sind schon heute Hotspots der Digitalisierung. Mit unserer Digitalstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Implementierung nachhaltiger digitaler Lösungen im öffentlichen Raum zu unterstützen. Dies stärkt die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und hilft gleichzeitig, Ressourcen zu sparen und das Klima zu schützen. Mit der Geschäftsstelle smarte Region unterstützt die Hessische Landesregierung die kommunale Ebene ganz konkret mit Vernetzungsformaten, einem Infoportal, Informationsangeboten und einer Digitalisierungsberatung. Gleichzeitig entstehen durch unsere Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm Starke Heimat an vielen Stellen in Hessen neue, innovative und modellhafte smarte Lösungen, die sowohl im ländlichen Raum, als auch im Ballungsgebiet Rhein-Main für einen deutlichen Digitalisierungsschub sorgen.“

Foto: © Staatkanzlei Hessen / HMinD

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