Hilfsangebot „Hattersheim hilft“ wird gut angenommen

Hilfsangebot „Hattersheim hilft“ wird gut angenommen

Am 23. März 2020 beschloss die Bundesregierung ein Kontaktverbot und definierte die Risikogruppen, die sich in besonderer Weise vor einer Ansteckung schützen sollten. Dies betraf auch Menschen ab 60 Jahren und solche mit relevanten Vorerkrankungen.

Die Stadt Hattersheim, in Kooperation mit den evangelischen Kirchengemeinden Hattersheim, Eddersheim und Okriftel, reagierte sehr schnell und unbürokratisch auf die Kontaktbeschränkungen mit einem Hilfeangebot für als besonders gefährdet eingestufte Bürgerinnen und Bürger: ältere Menschen und chronisch kranke Menschen.

Nach der Veröffentlichung durch die Medien meldeten sich erste freiwillige Helferinnen und Helfer um Lebensmittel und Bedarfsgüter einzukaufen, zur Apotheke oder Drogerie zu gehen oder Rezepte beim Arzt abzuholen. Darüber hinaus gab es telefonische Gesprächsangebote, um eine Entlastung in der Zeit besonderer seelischer Belastung aufgrund der zunehmenden Kontakteinschränkungen und sich daraus ergebender Einsamkeit anzubieten.

Anfang April wurde durch ehrenamtliche Helfer ein Flyer der Aktion „Hattersheim hilft“ in alle Haushalte Hattersheims verteilt. Darin wurden Hilfen angeboten und gleichzeitig weitere Helfer gesucht. Die Resonanz war überwältigend. Es meldeten sich über 70 Personen, um ihre Hilfe anzubieten und ihre Mitmenschen zu unterstützen. Das Altersspektrum reichte von Schülern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, über Studenten, junge Familien bis zu engagierten Seniorinnen und Senioren.

Die Nachfragen erfolgten recht gleichmäßig über den gesamten Zeitraum verteilt. Neben den bereits genannten Hilfen gab es auch einige spezielle Wünsche, die größtenteils erfüllt werden konnten. Viele der Helfer*innen waren mehrfach im Einsatz. Insgesamt war festzustellen, dass viele Personen über Hilfe aus der Familie, Bekannten-/ Freundeskreis und direkter Nachbarschaft versorgt waren. Jedoch wurde aber auch deutlich, dass einige den Flyer und das damit verbundene Angebot bereithalten um im Fall der Fälle darauf zurückgreifen zu können.

Insgesamt konnten schätzungsweise mehr als 40 Hilfeleistungen vermittelt werden. Die Aktion wurde sehr positiv bewertet und bekam hohe Wertschätzung sowohl von den Hilfesuchenden als auch von den ehrenamtlichen Helfern.

„Es erfüllt mich mit Stolz, solch eine Solidarität und Hilfsbereitschaft in Hattersheim am Main erfahren zu dürfen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich und sehr herzlich bei allen Hilfesuchenden und Helfenden, bei den evangelischen Kirchengemeinden Hattersheims sowie der Seniorenberatungsstelle bedanken. Es ist toll, ein so gutes Zwischenergebnis der Aktion „Hattersheim hilft“ ziehen zu können!“, so Bürgermeister Klaus Schindling.

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