Tageseltern Dollase verlassen "Birgits Bärenhöhle" und gehen in den Ruhestand

Die "Sonnensterne" übernehmen

Nach 16 Jahren engagierter Arbeit für und mit den jüngsten Kindern aus allen drei Stadtteilen haben Birgit und Manfred Dollase als Tageseltern in „Birgits Bärenhöhle“ aufgehört und gehen in Ruhestand.

Birgit Dollase war bereits seit dem Jahr 2003 als Tagesmutter in Hattersheim tätig. 2007 stellte die Stadt die ehemalige Verwaltungsstelle in der Propsteistraße in Eddersheim zur Verfügung, so dass sie mit der Kollegin Nadja Horlebeck das Haus als sogenannte Großtagespflegestelle umbauen konnte. Ein Jahr später ist „Birgits Bärenhöhle“ als Kooperation in Betrieb gegangen. Die Einrichtung war die erste ihrer Art und von Anfang ein Vorzeigeprojekt im Main-Taunus-Kreis.

2011 wurden weitere Räume im Erdgeschoss des angrenzenden Gebäudes bereitgestellt, so dass auch Manfred Dollase als Tagesvater beginnen konnte. Im Jahr 2015 konnte nochmals eine räumliche Erweiterung realisiert werden, und so konnte die vierte Tagespflegeperson, Doreen Albert, weitere Betreuungsplätze im ersten Obergeschoss anbieten.

Nachdem die Eheleute Birgit und Manfred Dollase entschieden hatten, in Ruhestand zu gehen, haben sie sich rechtzeitig um ihre Nachfolge gekümmert. Sie haben mit Ester Todisco und Silke Jovanovic zwei Tagesmütter gefunden, die den Betrieb ab Juli wie bisher als Kooperation weiterführen. Für die Eltern entstehen fast keine Veränderungen. Einzig der Name des Kooperationsprojektes ist neu. Die Kindertagespflege in der Propsteistraße 12 heißt jetzt „Sonnensterne. In den angrenzenden Räumen im Nachbargebäude, Propsteistraße 16, bieten die Tagesmütter Doreen Albert und Nadja Horlebeck unter dem Namen „Bärenhöhle“ auch weiterhin Betreuungsplätze an.

Im Rahmen einer kleinen Verabschiedungsfeier bedankten sich Bürgermeister Klaus Schindling und Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler bei Birgit und Manfred Dollase für ihr langjähriges und großartiges Engagement für die Kinder. Bürgermeister Klaus Schindling zollt den Beiden großen Respekt und Hochachtung für ihre Arbeit. Die Einrichtung einer Großtagespflegestelle im Jahr 2008 war wegweisend im Main-Taunus-Kreis und ist bis heute beispielgebend. „Wir sehr dankbar, dass es dem Ehepaar Dollase gelungen ist, die Nachfolge für dieses erfolgreiche Konzept in Eddersheim sicherzustellen und wünschen Ester Todisco und Silke Jovanovic einen guten und erfolgreichen Start in Eddersheim“, betonen die beiden Rathauschefs.

Vorerst keine Versorgung mit schnellem Internet in Eddersheim und Okriftel

Die Stadt Hattersheim am Main hatte mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser eine Kooperation vereinbart, um Eddersheim und Okriftel mit der zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur zu versorgen. Im März 2019 startete dazu die sogenannte Nachfragebündelungsphase. Da die flächendeckende Versorgung mit Glasfasertechnik sehr kostspielig ist, hätten mindestens 40 % aller Haushalte einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abschließen müssen, bevor ausgebaut würde. Leider teilte das Unternehmen mit, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde, sodass die Breitbandversorgung vorerst nicht durchgeführt werden kann.

„Es war mir ein besonders wichtiges Anliegen, dass die Eddersheimer und Okrifteler Bürgerinnen und Bürger demokratisch darüber entscheiden können, ob ihr Haushalt per FTTH-Netztechnik mit Glasfaser versorgt wird. Leider konnte dies aufgrund der geringen Beteiligung nicht realisiert werden. Jedoch ist es mir im Hinblick auf die Zukunft sehr wichtig, Hattersheim mit seinen Ortsteilen an das Glasfasernetz anzubinden, um den Anforderungen des digitalen Wandels zu entsprechen. Das Ziel, eine neue und zukunftsfähige Infrastruktur zu schaffen, werden wir weiterverfolgen und ich bin sehr optimistisch, dies mit dem Main-Taunus-Kreis, einem starken Partner des hessischen Digitalpaktes, zu erreichen“, sagt Hattersheims Bürgermeister Klaus Schindling.

Arbeitskreis „Älterwerden in Hattersheim“ sucht Verstärkung

Wer hat Zeit und Lust, den aktuellen Bedürfnissen der „jungen Alten“ Raum und Gehör zu verschaffen und an den wichtigen „Seniorenthemen“ der Zukunft mitzuwirken? Ab sofort können sich Interessierte ehrenamtlich bei der Seniorenarbeit in Hattersheim einbringen und sich beim Arbeitskreis „Älterwerden in Hattersheim“ bewerben.

Wer also neue Impulse und Ideen hat und sich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich bis Freitag, 31. Mai 2019, zu melden. Ansprechpartnerin ist Frau Jutta Steinbach, Leiterin der Senioreneinrichtung Altmünstermühle. Sie ist unter der Telefonnummer 06190 9344611 erreichbar.

Der Arbeitskreis wurde vor 14 Jahren als Gremium geschaffen, das die Interessen der Seniorinnen und Senioren in Hattersheim vertritt und als Bindeglied und Sprachrohr zu den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung dient. Dass er dabei so erfolgreich ist, kann auch auf die Zusammenarbeit aus Fachkompetenz von hauptamtlichen Experten und ehrenamtlich engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zurückgeführt werden.

In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde beschlossen, den bestehenden Arbeitskreis „Älterwerden in Hattersheim“ für interessierte Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren zu öffnen.