Logo "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

2021 wird bundesweit ein besonderes Jubiläum begangen: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Auf das Jahr 321 wird ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin datiert, in welchem die jüdische Gemeinde Kölns erwähnt wird. Es gilt als erster Beleg für das Vorhandensein von jüdischen Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Dieses Jubiläum zum Anlass nehmend, gründete sich 2018 in Köln der Verein „321-2021: Jüdisches Leben in Deutschland e. V.“. Der Verein koordiniert und bewirbt die zahlreichen und vielfältigen Veranstaltungen, welche sich in diesem Festjahr bundesweit mit der Geschichte und der Gegenwart jüdischen Lebens in Deutschland auseinandersetzen. Mehr Informationen zum Verein und den Veranstaltungen finden Sie hier.

Auch die Stadt Hattersheim am Main beteiligt sich – in Kooperation mit der Gesellschaft Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) und dem Main-Taunus-Kreis – am Festjahr. Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den Veranstaltungen der CJZ.

Broschüre zur Veranstaltungsreihe "Jüdisches Leben im MTK" als Download

Veranstaltungen

Die Stadt Hattersheim am Main und das KulturForum Hattersheim e. V. präsentieren im Festjahr 2021 ein vielfältiges Programm an Veranstaltungen zu den Themen „Jüdisches Leben in Deutschland“ – „Jüdisches Leben in Hattersheim“.

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie werden Informationen über Termine, den Ablauf von Veranstaltungen und zu Anmeldeverfahren an dieser Stelle erst präsentiert werden, wenn die entsprechenden Verordnungen bekannt sind.

Donnerstag, 30. September 2021, 19:00 Uhr
Lesung
Barbara Bišický: „Sag, dass es dir gut geht“
Stadtbücherei Hattersheim
Galerie im Nassauer Hof, Im Nassauer Hof 1-3, Hattersheim

Eintritt: 8 € | für LeseCard-Nutzer: 6 €

Die Stadtbücherei Hattersheim präsentiert am Abend des 30. Septembers eine spannende Lesung: Barbara Bišický-Ehrlich wurde als Tochter tschechisch-jüdischer Emigranten in Deutschland geboren und ist hier aufgewachsen. In ihrer Familienchronik „Sag, dass es dir gut geht“ berichtet sie vom alltäglichen Judenhass in der vom Deutschen Reich besetzten Tschechoslowakei sowie von der Verfolgung und Ermordung von Familienangehörigen in nationalsozialistischen Lagern wie Bergen-Belsen. Dabei erzählt sie emotional bewegend und humorvoll von den Holocaust- und Emigrationserlebnissen ihrer Familie und deren Einfluss auf ihr eigenes Leben.

Vorverkauf:
KulturCenter Hattersheim, Am Markt 7, 65795 hattersheim.
Tel. 06190 979156, E-Mail

Oktober 2021

Donnerstag, 7. Oktober 2021, 18:00 Uhr
„Meet a Jew“ – Begegnungsprojekt des Zentralrats der Juden
Online-Veranstaltung über Webex

Teilnahme ist kostenlos – Anmeldung erforderlich

„Miteinander statt übereinander reden!“ - Das ist das Motto des Begegnungsprojektes „Meet a Jew“ des Zentralrats der Juden in Deutschland. Das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zum Anlass nehmend, organisiert die Stadt Hattersheim am Main im Herbst eine Begegnung im Rahmen einer Online-Veranstaltung.

Bundesweit engagieren sich etwa 300 Jüdinnen und Juden als Freiwillige an dem Projekt „Meet a Jew“. Sie möchten zu einem Dialog einladen, dazu beitragen, durch Gespräche – nicht durch Vorträge – die Vielfalt des jüdischen Lebens in der Gegenwart zu präsentieren, Stereotype aufzubrechen und Vorurteilen entgegenzuwirken. Auf diese Weise soll auch ein aktiver Beitrag im Kampf gegen Antisemitismus geleistet werden. Die Freiwilligen bieten dabei sehr persönliche wie individuelle Einblicke in ihr Leben. Fragen sollen hierbei in einer möglichst ungezwungenen Gesprächsatmosphäre beantwortet werden. Ziel ist es, das Alltagsleben von Jüdinnen und Juden in Deutschland erfahrbar zu machen und hierbei den Fokus nicht allein auf die Verfolgungsgeschichte zu richten.

Die Begegnung dauert etwa 90 Minuten. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf 30 Personen begrenzt. Der Zugangslink zur Veranstaltung wird den Teilnehmer*innen vor Beginn der Veranstaltung zugeschickt.

Anmeldung:
Stadtarchiv Hattersheim am Main, Landwehrstraße 4, 65795 Hattersheim am Main. Tel. 06190 9266269, E-Mail

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 15:00 - 18:00 Uhr
Bistro – „Jüdische Küche“
Stadtarchiv Hattersheim in Kooperation mit dem Stadtteilbüro
Stadtteilbüro, Pregelstraße 1a, Hattersheim

Eintritt frei!

Am 13. Oktober wird es ein ganz besonderes kulinarisches Angebot geben. In Kooperation mit dem Stadtteilbüro, das mit seinem „Bistro“ schon seit langem Anwohner*innen des Quartiers, aber auch Menschen aus dem übrigen Stadtgebiet anzieht, wird den Teilnehmer*innen in der Zeit zwischen 15:00 und 18:00 Uhr auf dem Gelände vor dem Stadtteilbüro, Pregelstraße 1a, die Welt der jüdischen Küche nähergebracht: Eine vielfältige Küche, von all den Ländern beeinflusst, in welchen Jüdinnen und Juden lebten und leben.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei – eine Anmeldung erforderlich!

Die Essens- und Getränkeausgabe wird im stündlichen Turnus durchgeführt. An den insgesamt drei Turnussen können jeweils maximal 20 Personen teilnehmen.

Anmeldung:
Stadtteilbüro Hattersheim, Heike Bülter, Teamleiterin Stadtteilmanagement, Tel.: 06190 9358-18, E-Mail

Die Teilnehmer*innen werden nach der Anmeldung über das geltende Abstands- und Hygienekonzept informiert.

November 2021

Mittwoch, 10. November 2021, 19:00 Uhr
Theater
„remembeRING“
Stadthalle Flörsheim, Kapellenstraße 1, 65439 Flörsheim am Main

Eintritt: 5 €

In Kooperation mit dem Main-Taunus-Kreis und der Stadt Flörsheim am Main präsentiert die Stadt Hattersheim am Main am Abend des 10. Novembers 2021 das Theaterstück „remembeRING“. Anhand der Geschichte eines Ringes, über dessen Weg vom KZ Auschwitz nach Tel Aviv, berichtet die Theatermacherin und Schauspielerin Liora Hilb über die Historie ihrer eigenen Familie. Sie nimmt dabei Bezug auf familiäre Überlieferungen und zugleich auf Gespräche mit Jugendlichen über ihre Sicht auf den Holocaust und auf das jüdische Leben im heutigen Deutschland.

Weiter Informationen zum Stück und zur Künstlerin finden Sie hier.

Das Stück richtet sich an Jugendliche wie auch an Erwachsene. Es wurde 2017 mit dem Frankfurter Kinder- & Jugendtheaterpreis „Karfunkel“ ausgezeichnet.

Logo Juedisches Museum Frankfurt am Main
Logo Jüdisches Museum Frankfurt

Mittwoch, 17. November 2021, 16:00 Uhr
Workshop im Rahmen der "KulturWerkstatt"
für Kinder und Jugendliche im Jüdischen Museum Frankfurt
„Alles koscher – oder was?“
KulturForum Hattersheim e. V.
Treffpunkt/Abfahrt: Parkplatz Stadthalle Hattersheim,
Karl-Eckel-Weg, Hattersheim

Eintritt: 5 €

Im Rahmen der KulturWerkstatt bietet das KulturForum Hattersheim e. V. eine organisierte Fahrt für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren in das Jüdische Museum Frankfurt/ Museum Judengasse an. Im Workshop „Alles koscher – oder was?“ lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele unterschiedliche religiöse Vorschriften und Bräuche zum Thema „Essen“ kennen. Was bedeutet „koscher“? Essen alle Christen an Freitagen Fisch? Was ist das Zuckerfest? Natürlich gibt es hier auch etwas zu probieren.

Anmeldung:
KulturCenter Hattersheim, Am Markt 7, 65795 Hattersheim.
Tel. 06190 979156, E-Mail

Buchempfehlungen

Die Stadtbücherei Hattersheim hat in Zusammenarbeit mit dem Hattersheimer Stadtarchiv eine Auswahl von Buchempfehlungen Rund um das Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zusammengestellt.

Im Online-Katalog der Stadtbücherei Hattersheim finden Sie eine Übersicht.

Neben Sach- und Fachliteratur umfasst diese auch Kochbücher, Graphic Novels und einiges mehr. In unregelmäßigen Abständen werden hier auch kurze Rezensionen zu einzelnen Publikationen veröffentlicht.


Unsere Buchempfehlungen:

Kleist, Reinhard: Der Boxer. Die wahre Geschichte der Hertzko Haft, Carlsen Verlag, Hamburg 2012.

Berichterstattung Veranstaltungen

Führung „Highlights der neuen Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt“
Samstag, 10. Juli 2021, 11:00 Uhr
Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt

Im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ lud die Stadt Hattersheim am Main am 10. Juli 2021 10 Bürger*innen aus Hattersheim und Umgebung zu einer Führung durch das Jüdische Museum Frankfurt ein. „Leider ließ das Hygienekonzept des Museums nicht mehr Teilnehmer*innen zu“, berichtet Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler.

Das 1988 eröffnete Jüdische Museum Frankfurt gilt als das erste kommunale jüdische Museum der Bundesrepublik Deutschland. Die Führung ermöglichte Einblicke in die neue Dauerausstellung im Palais der Frankfurter Bankiersfamilie Rothschild mit Neubau. Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler zeigte sich beeindruckt: „Auf drei Etagen bietet die neue Dauerausstellung unterschiedliche Zugänge zur jüdischen Gegenwart, Geschichte und Kultur in Frankfurt – einer der wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Europa.“ Natürlich konnten nur Teilbereiche der umfassenden Ausstellung besucht werden. Die begeisterten Teilnehmer*innen sind sich sicher: „Wir kommen wieder!“

Gelungener Abschluss der Veranstaltung war der gemeinsame Besuch des Museumscafés „FLOWDELI“, welches eine milchig koschere Küche anbietet.

Stadtführung für Schüler*innen der Robinsonschule
Dienstag, 13. Juli 2021, 9:00 Uhr-12:00 Uhr
Stadtgebiet Hattersheim

Wie alt ist Hattersheim? Wie funktioniert eine Mühle? Woher kommen unsere Straßennamen?

All diese und mehr Fragen beantwortete Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler im Rahmen einer Stadtführung für Schüler*innen der Robinsonschule am 13. Juli 2021. Dem schwülen Nieselwetter trotzend, führte der Weg der Gruppe über den Nassauer Hof/ Posthof hin zur Stadthalle sowie zu den Orten der Hattersheimer Mühlen- und Industriegeschichte. Die interessierten und engagierten Schüler*innen erfuhren viel Neues über ihren Stadtteil und waren anhand des Vergleichs mit alten Fotografien und Karten verblüfft, wie sich das Gesicht Hattersheims in den letzten 150 Jahren verändert hat. Der gemeinsame Besuch der Eisdiele am Marktplatz war der krönende Abschluss eines schönen Vormittags.